Wanderung 3.1

Melchsee-Frutt – Tannalp – Engstlenalp – Jochpass – Engelberg


Marschzeit
5 Std.
Charakteristik
Altbekannte Passroute, vorbei an Alpweiden und Bergseen. Diese Route ist für jedermann geeignet. Teilweise können Seilbahnen und Sessellifte benützt werden, Bergweg.
Variante
Ist auch als Zweitageswanderung sehr beliebt.
Strecke
Melchsee-Frutt (1920 m) - Tannalp (1974 m) - Engstlenalp (1834 m) - Jochpass (2207 m) - Trübsee (1796 m) - Gerschnialp (1257 m) - Engelberg (1000 m)
Ausrüstung
Gute Wanderausrüstung
Literatur
Obwaldner Wanderkarte 1:50000
Obwaldner Wanderführer
Vier-Seen-Höhenwanderung im Herzen der Schweiz
Unterkunft
Möglichkeiten auf Melchsee-Frutt und Tannalp.
Beschreibung
Diese Tagestour ist eine klassische Wanderung, wie sie selten anzutreffen ist. Man wandert auf flachen Alpweiden, dann wieder an kühnen Fels­wänden vorbei, erlabt sich an tiefblauen Bergseen, wandert dann wieder auf historischen Passwegen, steigt wieder etwas auf und ab ohne grosse Anstrengungen. Aug und Herz erfreuen sich fortwährend an den unge­zählten Naturschönheiten, seien es vor allem die Alpenblumen oder die vielen mannigfaltigen Steingebilde, ganz abgesehen von der mächtigen Bergwelt ringsum, die sich in die höchsten Regionen der Gletscherwelt am Titlis erhebt und wie eine Krone voller Zacken den Wanderer umschliesst.

So beginnt die Wanderung auf Melchsee-Frutt, auf der Hochebene, Richtung Tannalp. Der Wanderweg zweigt nach dem Panoramalift links ab und verläuft zwischen dem Bonklettergarten und der Strasse, bis er am Staudamm des Tannensees wieder in die Strasse einmündet. Die Ufer­landschaft mit den kleinen Inseln ist eine wahre Augenweide. Einmalig ist da auch die Blumenpracht im Vorsommer. Bald erreicht man Tannalp mit der schönen Kapelle und den vielen Alphütten. Im Berggasthaus Tannalp macht man gern eine Kaffee­pause.

Dann geht die Wanderung leicht abwärts auf einem idyllischen Berg­wander­weg am Fuss der Spycherflue entlang nach Engstlenalp. Dieser Ort war schon zu alten Zeiten sehr bekannt als Ausgangspunkt für Wander­ungen und Bergtouren. Der Baustil des Berghotels erinnert noch an die Zeiten, da man mit Maultieren hier vorbeizog oder Station machte. Der tiefblaue See gibt der Landschaft ein ganz besonderes Gepräge.

Man steigt dann allmählich hinauf auf dem historischen Weg zum Joch­pass. Mitten auf dem Scheitelpunkt ist ein kleiner See, der von Gletscher­moränen einge­fasst ist. Über den Jochpass zogen schon im frühen Mittelalter Saum­kolonnen mit Waren vom Kloster Engelberg nach Innertkirchen und dann über den Griespass nach Italien. Auf dem Rückweg brachte man wieder Erzeugnisse aus Italien mit. Im Restaurant Jochpass kann man sich auch gut verpflegen und für den langen Abstieg nach Engelberg stärken.

Auf alten Spuren des Jochpass­weges wandert man dann meist über Alpweiden hinab nach Trübsee. Um die Wanderung etwas zu erleichtern, kann man auch ab Engstlenalp zum Jochpass und vom Jochpass nach Trübsee die Sessellifte benützen.

Ab Trübsee geht es abwärts wieder flach weiter, und beim Kanonenrohr fällt das Gelände leicht ab nach Unter-Trübsee. Im dortigen Gasthaus macht man gerne Zabigpause.

Von da kommt man dann gemütlich nach Engelberg hinunter in das Klosterdorf, mit dem schönen autofreien Dorfkern.